Nicht alle Wünsche lassen sich sofort verwirklichen. Darum legen viele einen Teil ihres Einkommens auf die Seite, um sich damit später eine Reise, eine Ausbildung, ein eigenes Auto oder sogar eine eigene Wohnung leisten zu können. In diesem Lernclip erfährst du, worauf du beim Sparen achten musst.
Wie teilen Jugendliche ihr Geld ein? Eine Untersuchung der
Fachhochschule Nordwestschweiz hat gezeigt, dass Jugendliche zwischen 16
und 20 Jahren zwischen 15% und 25% ihres Einkommens (Lehrlingslohn,
Taschengeld, Entschädigung für Feizeitjob) nicht direkt ausgeben,
sondern sparen.
Wie teilst du dein Geld ein? Legst du
regelmässig Geld auf die Seite?
Eine wichtige Frage, die du dir beim Sparen stellen solltest,
lautet: Wann brauchst du das Geld, das du jetzt auf die Seite legst?
Willst du dir in wenigen Wochen etwas damit kaufen? Benötigst du es in
einigen Monaten, oder kannst du das Geld sogar während einigen Jahren
entbehren?
Die Finanzinstitute sind bereit, dir einen
umso höheren Zins auf deiner Spareinlage zu bezahlen, je länger du ihnen
dein Geld überlässt.
Eine gute Möglichkeit, um Geld auf die Seite zu legen bietet das Spar- oder Depositokonto. Von diesem Konto ist in der Regel die Anzahl der Bezüge oder die Höhe des Bezugs pro Jahr limitiert. Wenn du das Konto auflösen willst, musst du zudem eine festgelegte Kündigungsfrist beachten. Das Finanzinstitut kann dadurch damit rechnen, für eine längere Zeit über dein Geld zu verfügen. Dafür ist es auch bereit, einen höheren Zins zu bezahlen.
Herr Huber besitzt 5'000 Franken, die er ein Jahr lang auf einem Konto deponieren möchte. Mit welchen Zinserträgen kann er rechnen?
Berechne für beide Varianten den Zinsertrag, trage die Beträge in die Felder ein und klicke auf «Auswerten»
| Konto | Betrag |
|---|---|
| Privatkonto | |
| Spar- /Depositokonto |
Noch mehr Bedeutung erhält der unterschiedliche Zinssatz, wenn das Geld nicht nur während einem Jahr sondern während mehreren Jahren auf einem Konto liegt. Da der Zinsertrag der Spareinlage hinzugefügt wird, wird das Guthaben Jahr für Jahr grösser. Somit steigt auch jedes Jahr der Zins. Dieser Zinszuwachs wird Zinseszins genannt. Legt Herr Huber seine 5'000 Franken zum Beispiel während 10 Jahren an, ergibt sich für die beiden Kontoarten folgendes Bild:
Die Finanzinstitute bieten neben dem Sparkonto eine Vielzahl von Möglichkeiten an, um Geld anzulegen. Die Wahl des geeigneten Anlageangebots hängt von den eigenen finanziellen Möglichkeiten, der Anlagedauer sowie der persönlichen Risikobereitschaft ab.Unabhängig davon, wie ein Anlageinstrument genau funktioniert, ist es wichtig, das grundlegende Prinzip solcher Geldanlagen zu kennen: Je mehr Zinsertrag oder Rendite eine Geldanlage abwirft, umso höher ist das Risiko, dass man mit dieser Anlage auch Geld verlieren kann – und umgekehrt. Bei Kleinanlegern sind Kassenobligationen und Anlagefonds besonders beliebt.
Kassenobligationen kann man ab einem Betrag von 5 000 Franken erwerben. Auch bestimmt man die Laufzeit der Kassenobligation. Für die gewählte Laufzeit erhält man einen fix vereinbarten Zinssatz. Am Ende der Laufzeit erhält man den Betrag zurück.
Bei einem Anlagefonds werden die Gelder zahlreicher Anleger und Anlegerinnen einer professionellen Vermögensverwaltung zur gemeinschaftlichen Bewirtschaftung anvertraut.
Je nach Ausrichtung des Fonds werden unterschiedliche Anlagestrategien verfolgt. Aktienfonds investieren in Aktien, Obligationenfonds in Staats- und Firmenanleihen, Strategiefonds in bestimmte Branchen oder Märkte etc. Durch die breite Streuung der Investitionen, wird auch das Risiko ausgeglichen.
Der Lernclip «Sparen» ist abgeschlossen.