Im ersten Spiellevel hast du erfahren, wie man mit dem Erstellen
eines Budgets den Überblick über seine Finanzen behalten kann. Das
Budget ist eine kurzfristige Planung deiner aktuellen finanziellen
Verhältnisse. Planst du deine Finanzen längerfristig, dann lohnt sich
die Erstellung eines Finanzplanes.
In diesem Lernclip erfährst du, warum Finanzen geplant werden müssen,
was sich hinter dem Begriff Liquidität versteckt und wie man einen
einfachen Finanzplan für den privaten Gebrauch erstellt.
Die finanzielle Situation in einem Unternehmen ändert sich
ständig. Darum ist es gezwungen seine Einnahmen und Ausgaben laufend zu
planen und zu überprüfen.
Will ein Unternehmen längerfristig bestehen können, muss es stets
darauf achten, dass es zahlungsfähig ist. Das bedeutet, es muss seinen
finanziellen Verpflichtungen (z.B. Löhne, Miete für Büros oder offene
Rechnungen von Lieferanten) nachkommen können.
In diesem Zusammenhang spricht man auch davon, dass ein Unternehmen über
genügend «Liquidität» verfügen muss. Liquidität ist die Verfügbarkeit
des Unternehmens über «flüssige Mittel». Ist ein Unternehmen in der
Lage, seine Verbindlichkeiten zu bezahlen, so ist es liquide.
Eine genaue Finanzplanung ist also für ein Unternehmen von grosser
Wichtigkeit. Aber auch für Privatperson ist es sinnvoll, Finanzen
längerfristig zu planen.
Träumst du von einer grossen Reise oder einer teuren Ausbildung?
Grössere Anschaffungen können in der Regel nicht im Moment getätigt
werden. Du bist gezwungen, über längere Zeit Geld zur Seite legen. Über
welche Finanzquellen verfügst du? Welche Einnahmen sind regelmässig,
welche sind einmalig und wann treffen diese ein? Gibt es Ausgaben, die
dein Budget unabhängig vom geplanten Kauf belasten?
Mit
einem Finanzplan schaffst du Klarheit in diesen Fragen.
In einem ersten Schritt werden die grossen Einnahme- und Ausgabeposten, die mittel- und längerfristig anfallen aufgelistet.
Einige Einnahme- und Ausgabeposten sind einmalig, andere sind monatlich wiederkehrend. Alle Einnahmen und Ausgaben werden nun im Zeitplan eingetragen.
| April | Mai | Juni | Juli | |
|---|---|---|---|---|
| Einnahmen |
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| Ausgaben |
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Zählt man im ersten Monat von den Einnahmen die Ausgaben ab, sieht man wie gross die flüssige Mittel sind, d.h. man erkennt welcher Geldbetrag sich Ende Monat im Portemonnaie oder auf dem Post-/Bankkonto befindet.
| April | |
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| Einnahmen |
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| Ausgaben |
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| Flüssige Mittel Ende Monat | 495.- |
Für alle folgenden Monate werden nun ebenfalls die flüssigen Mittel per Ende Monat berechnet. Damit die monatlichen Rechnungen stimmen muss zu den Einnahmen jeweils der Betrag der flüssigen Mittel aus dem Vormonat dazu addiert werden.
| April | Mai | Juni | Juli | |
|---|---|---|---|---|
| Einnahmen |
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| Ausgaben |
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| Flüssige Mittel Ende Monat | 495.- | 435.- | 610.- | 35.- |
Möchtest du einen eigenen Finanzplan erstellen? Du kannst hier das benötige Finanzplanformular ausdrucken.
Der Lernclip «Mein Finanzplan» ist abgeschlossen.